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Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika - Freiwilligenarbeit Südafrika

Informationen Studium Soziale Dienste

Im weitesten Sinne umfassen die Sozialen Dienste alle Leistungen, die traditionell in der Vergangenheit von der Familie übernommen wurden. Gesellschaftliche Veränderungen machen auch von dieser Seite ambulante Pflegedienste nötig, da viele Familien aus beruflichen Gründen kaum mehr Zeit für Ihre Angehörigen besitzen. 

Berufstätige Frauen haben selten die Möglichkeit, ihre kranken Kinder oder bettlägerigen älteren Familienmitglieder zu pflegen und zu betreuen.

 
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Südafrika Freiwilliges Soziales Jahr
Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika

Häusliche Krankenpflege, Altenpflege und Haushaltshilfe, Pflegehilfe, sowie Familienhilfe sind Tätigkeitsbereiche im Gesundsheitswesen, die von der Familie auf soziale Einrichtungen übergegangen sind und traditionell von den Wohlfahrtsverbänden ausgeübt werden. Diese Aufgaben werden seit einigen Jahren auch zunehmend von privaten Unternehmen wahrgenommen, nicht zuletzt deshalb, weil die Finanzierung für diese Tätigkeitsbereiche von öffentlichen Kostenträgern (wie Krankenversicherung) bezahlt wird. Daher bestehen hier auch feste Regeln für die Qualifikation der Krankenpfleger. Auch Hebammen, die durch die Renaissance der Hausgeburt wieder zu Ehren kommen, leisten wertvolle ambulante Dienste.

Die Dienstleistungen in häuslichen Bereichen können für private Firmen weit über die Grenzen der Gesundheitsbranche hinausreichen. Hausaufgabenbetreuung oder Nachhilfe für Schüler, Babysitting und Gartenarbeiten, Besorgungen - für all diese nötigen „Kleinigkeiten" stehen heutigen Familien selten Grosseltern, Neffen oder Tanten zur Verfügung. Diese Tätigkeiten werden allerdings nicht oder nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen von öffentlichen Kostenträgern finanziert. Demgegenüber steht die wachsende Zahl von Pflegefällen, die die Sozialgesetzgebung herausfordern. Sicherlich ist in absehbarer Zeit mit weiteren Gesetzesnovellen zu rechnen, da die Bevölkerung in Deutschland immer älter wird und somit mehr Pflegefälle entstehen werden.

Stellung privater Firmen im Gesundheitssektor

Wo nicht der Staat für die nötigen Einrichtungen im Sozialbereich sorgt, betätigen sich seit jeher die Kirchen und die freien Wohlfahrtsverbände (Diakonisches Werk, Caritas, Jüdische Gemeinde, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt ), aber auch zahlreiche kleine Verbände und gemeinnützige Vereinigungen. Krankenpflege und Hauspflege werden vorwiegend von Gemeindeschwestern, Krankenpflegern und Hauspflegern in Sozialstationen vollbracht, die von Wohlfahrtsverbänden angestellt worden sind.

Private Unternehmer wurden traditionell im sozialen und pflegerischen Bereich in der Vergangenheit weniger geschätzt. Die Argumente laufen dabei immer darauf hinaus, daß sich qualitativ gute soziale Leistungen nicht mit dem Profitstreben der jeweiligen Pflegefirma vereinbaren lassen. Der Existenzgründer, der seine unternehmerischen Ziele z. B. im Rahmen eines privaten Krankenpflegeunternehmens sieht, trifft sicher nicht immer auf ein freundliches Klima.

Für den Gründer einer privaten Firma im Pflegebereich macht dieser Sachverhalt den Start schwieriger. Er wird den Krankenkassen und Sozialhilfeträgern gegenüber nachweisen müssen, daß ein Bedarf für seine ergänzenden Dienstleistungen besteht. Gelingt ihm das Unterfangen, wird er bei den Abrechnungsmodalitäten für seine Leistungen in keiner Weise benachteiligt. Er erhält die gleichen Pflegesätze wie andere Sozialstationen. Da er auf zusätzliche Fördermittel des Landes verzichten muss, wird die Kalkulation für sein Unternehmen allerdings sehr eng werden.

Viel Kraft muß beim Aufbau eines sozialen Dienstes in die Akquisition gesteckt werden. Dabei haben sich in bestehenden Unternehmen auch Schwerpunkte außerhalb der eigentlichen Pflege entwickelt, sei es der fahrbare Mittagstisch oder kleinere Reparaturen im Haushalt der Pflegebedürftigen. Zum Teil muß man zunächst mit Privatpatienten arbeiten; die Orts- und Ersatzkassen akzepzieren private Pfleger häufig nur dann, wenn ein Patient von seinem Wahlrecht Gebrauch macht und auf die Pflege durch eine bestimmte Pflegeperson besteht.

Im übrigen sei der Vollständigkeit halber bemerkt, daß ausgebildete Hebammen keine Schwierigkeiten haben werden. Die Anerkennung der Krankenversicherung kann von jeder vollausgebildeten freien Hebamme ohne Probleme erlangt werden.

Rechtliche Voraussetzungen

Grundlagen für die Tätigkeit und die Abrechnung im Bereich der häuslichen Krankenpflege, Hauspflege, Haushaltshilfe und Altenpflege sind die gesetzlichen Vorschriften, die Ihnen Ihre Kammer gerne übermittelt.

Der Inhaber, sowie alle in der häuslichen Krankenpflege beschäftigten Angestellten müssen die Examinierung als Krankenschwester oder Pfleger besitzen, sofern sie medizinische Leistungen anbieten. Für die Grundversorgung sind Pflegeerfahrungen ausreichend. Alle in der Haus- und Altenpflege Angestellten müssen den Abschluß einer z. Zt. noch zwei- bis dreijährigen Ausbildung in diesem Bereich erbringen. Die Ausbildungsdauer wird voraussichtlich auf drei Jahre angehoben werden. Die Kostenträger und das zuständige Gesundheitsamt kontrollieren die Qualifikationen der Angestellten!

Bei Ihrem hiesigen Gesundheitsamt muß Ihre Firma angemeldet werden. Die Krankenkassenzulassung wird jeweils mit der einzelnen Kasse ausgehandelt und ist nicht auf die Nächste übertragbar. In vielen Gemeinden haben sich die Vertreter der Krankenversicherungen - auch der privaten Krankenversicherungsbetriebe - zu eíner Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die für die Anerkennung und Zulassung von Unternehmen der Heilhilfsberufe zuständig ist.

Die Anerkennung kann nur ausgesprochen werden, wenn sich eine Dienstbereitschaft rund um die Uhr verwirklichen läßt (darin liegt für Krankenpfleger, die am Berufsanfang stehen, ein großes Problem). Wie schon im oberen Abschnitt des Artikels erwähnt, muß außerdem der Nachweis erbracht werden, daß die erreichbaren Sozialstationen in der jeweiligen Region nicht in der Lage sind, den gesamten Bedarf zu decken.

Hebammen gelten als Angehörige eines „freien Heilberufes" und müssen die Aufnahme ihrer Tätigkeit lediglich anzeigen. Hier genügt eine formlose Mitteilung oder manchmal ein Anruf beim zuständigen Sachbearbeiter der Kassen.

Krankenpflegeunternehmen und andere soziale Dienstleistungen werden dagegen als Gewerbe eingestuft und sind meldepflichtig. Den Beginn Ihrer gewerblichen Tätigkeit müssen Sie bei der für Ihren Betriebssitz zuständigen Gemeinde- und Stadtverwaltung angeben. Dort erhalten Sie auch die entsprechenden Formulare für Ihre Anmeldung. Damit ist gleichzeitig die Anmeldung beim Gewerbeaufsichtsamt und des örtlichen Finanzamt erledigt.

Ihr Finanzamt teilt Ihnen auf die formlose Anmeldung hin in kurzer Zeit eine Steuernummer zu. Die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft, die alle im Betrieb Beschäftigten gegen Unfall und Berufskrankheiten versichert, muß innerhalb von acht Tagen nach Aufnahme der Selbstständigkeit erfolgen.

Vereinsgründung

Neben den üblichen Rechtsformen des Personenunternehmens oder der GmbH gründen sich einige Krankenpflege-Organisationen auch als eingetragener Verein. Der e.V. besteht aus mindestens 7 Mitgliedern, muß eine ausgearbeitete Satzung und regelmäßige Mitgliederversammlungen nachweisen und darf keine Gewinne erwirtschaften (bzw. diese müssen reinvestiert werden). Bei entsprechender Vereinssatzung wird das Amtsgericht den Verein auch als gemeinnützig anerkennen (Rechtsanwalt zu Rate ziehen!). Dies hat finanzielle wie auch juristische Vorteile: Sie zahlen keine Umsatz- und Körperschaftssteuer, sind zur Ausstellung von Spendenquittungen berechtigt und haften nicht mit Ihrem Privatvermögen. Das erzielte Einkommen ist damit für die Vereinsmitglieder auf das Gehalt beschränkt.

Versicherungen

Die meisten Existenzgründer der Branche, die oft ihr gesamtes Kapital und darüber hinaus finanzierte Gelder in ihr neues Unternehmen stecken, sollten sich zumindest gegen die schwerwiegenden Risiken, die sich aus einer selbständigen Tätigkeit ergeben, auf alle Fälle absichern. Unerläßlich ist eine Betriebshaftpflichtversicherung, da Sie vor Haftpflichtansprüchen aus Personen- oder Sachschäden schützt.

Weiterhin möchten wir Ihnen eine Betriebsunterbrechungsversicherung empfehlen. Diese Versicherung deckt Schäden ab, die durch eine Betriebsunterbrechung, z.B. durch Stromausfall, Wasser oder Feuer entstehen.

Darüber hinaus sind Sachversicherungen von grosser Bedeutung für Ihr neues Unternehmen. Diese Versicherung deckt verschiedene Risiken ab, z.B. Schäden durch Diebstahl, Sturm, Glasbruch, Einbruch und Feuer u. ä.

Wenn Sie alleine arbeiten und wenig finanzielle Rücklagen besitzen, empfiehlt sich, zusätzlich zu Ihrer Krankenversicherung eine Krankengeldtageversicherung oder Krankenhaustagegeldversicherung abzuschliessen. Diese Versicherungsart schützt Sie bei längerer Krankheit  und kann zumindest Ihre wichtigsten beruflichen und persönlichen Unkosten decken.

Mit Sicherheit gibt es noch eine Reihe anderer Risiken, die Sie versichern können. Damit Sie  einen sinnvollen und auf das Wesentliche beschränkten Versicherungsschutz besitzen, sollten Sie mit einem Versicherungsvertreter sprechen. Die Genossenschaftsbanken können Ihnen hier in Zusammenarbeit mit ihren Verbundpartnern aus der Versicherungsbranche wertvolle Tipps und Hinweise geben und ein detailliertes Versicherungsangebot unterbreiten.

Öffentliche Kostenübernahme

In den seltensten Fällen können Patienten die Pflege- oder Betreuungskosten selbst tragen. Entscheidend für das wirtschaftliche Überleben eines privaten Krankenpflege- und Betreuungsunternehmens ist daher die Anerkennung durch die öffentlichen Kostenträger im Sozialbereich, sprich gesetzliche Sozialhilfeträger und Krankenkassen.

Unter den im Gesetz verankerten Voraussetzungen sind im Krankheitsfall die Krankenversicherungen zuständig, die im Sonderfall auch die Haushaltshilfe bezahlen. Für die Alten- und Hauspflege, sowie die Haushaltshilfe übernimmt in vielen Fällen das Sozialamt die Kosten, oder zumindest einen Teilbetrag davon. Die Leistungen des Sozialamtes sind einkommensabhängig von Antragsteller. Außerdem werden die verschiedenen Aufgaben unterschiedlich bezahlt.

Gesetzliche Krankenkassen

Gemeinnützigen Trägern und Sozialstationen, die unter dem Dachverband der Wohlfahrtsverbände die Verträge mit den Krankenkassen abschliessen, muß die Privatfirma selbst bzw. sein Berufsverband mit allen Krankenkassen und den Landesverbänden die Konditionen für seine Leistungen verhandeln.

Wichtiges Entscheidungskriterium der Kassen sind die Leistungen, die die Privatfirma anbieten möchte und voraussichtlich mit dem vorhandenen Personal auch kann, evtl. vorliegende Anträge von Ärzten oder Patienten. Das Anerkennungsverfahren liegt bei den jeweiligen Krankenkassen.

Kostenträger können im Einzelfall die Betriebs- und Innungskrankenkassen, allgemeine Ortskrankenkassen, Ersatzkassen und manchmal auch Berufsgenossenschaften sein. Mit jeder dieser verschiedenen Krankenkassen muß das private Unternehmen Gebührensätze aushandeln und die einzelnen Zulassungsverträge abschließen.

In der Praxis kann man aber von einer Leitfunktion der Ortskrankenkassen ausgehen. Andere Krankenkassen ziehen im Allgemeinen mit dem Vertragsabschluss nach, wenn dort eine Vereinbarung erziehlt worden ist. Die Gesundheitsreform hat die Abrechnung erheblich erschwert.

Häusliche Krankenpflege

Unter diesem Begriff  wird die sogenannte Behandlungspflege, Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung von Kunden bezeichnet. Gegenstand der Grundpflege sind vor allem pflegerische Massnahmen. Hierzu gehören insbesondere Waschen, reinigen der Betten und Ankleiden, ggf. auch ein Spazierengehen mit den Bedürftigen und die Hilfestellung beim Essen. Zum Bereich Behandlungspflege gehören ausschließlich medizinische Hilfeleistungen (also ein typisches Aufgabenfeld für Krankenschwestern & Krankenpfleger). Diese Pflegeleistungen umfassen insbesondere Injektionen und Verbandwechsel. Alle Pflegeleistungen werden auf Anweisung und in direkter Zusammenarbeit mit den Hausärzten durchgeführt. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist die Examinierung des Pflegepersonals und die staatliche Anerkennung nach abgeschlossener Ausbildungszeit.

Während die medizinisch angebotene Behandlungspflege im häuslichen Bereich zu einer Pflichtleistung der Krankenkassen geworden ist, bleibt die Grundpflege eine freiwillige Satzungsleistung. Krankenkassen, die unter ihren Mitgliedern einen hohen Anteil pflegebedürftiger Rentner besitzen, könnten hier restriktiver verfahren als andere Kassen, weil freiwillige Leistungen nicht über den Finanzausgleich der Krankenversicherung der Rentner gemeinsam getragen werden müssen.

Die hauswirtschaftliche Versorgung der Bedürftigen gehört zur häuslichen Krankenpflege, soweit diese zur Versorgung des Kranken unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes notwendig geworden ist, um diesem ein Verbleiben in seinem Haushalt zu ermöglichen. Hierzu gehören insbesondere die Tätigkeiten, die bei einer „Bettpflege" anfallen, wie z. B.  das Zubereiten von Mahlzeiten und Tätigkeiten im Bezug auf die hygienischen Belange der Patienten.

Die Pflegesätze und Abrechnungsmodalitäten sind ortsabhängig und daher von Stadt zu Stadt unterschiedlich und Sie müssen sich vor Ort erkundigen, wie sich die Abrechnung verhält.

Der behandelne Arzt verordnet die häusliche Krankenpflege, der mit der Verordnung verbundene Antrag auf Kostenübernahme seines Patienten wird der Krankenkasse übermittelt. Der Arzt kann selbst einen Pflegedienst den Auftrag erteilen oder der Krankenkasse die Auftragsvergabe überlassen, sofern der Kunde nicht selbst eine bestimmte Pflegeeinrichtung wünscht. Die Pflegefirma stellt dann einen Kostenantrag, der von der Kasse abgelehnt oder genehmigt wird. Der Patient verfügt auch über das Recht, eine Pflegeperson seines Vertrauens zu beantragen.

Haushaltshilfe

Dieser zusätzliche Dienst, der auch von ungelernten Kräften durchgeführt werden kann, wir als Haushaltshilfe bezeichnet. Einige Krankenkassen haben in ihre Satzung die Möglichkeit integriert, unter bestimmten Voraussetzungen die Haushaltshilfe als unterstützende Massnahme zur Begleitung einer häuslichen Pflege bzw. im Rahmen der Mutterschaftshilfe zu gestatten.

Sozialhilfeträger

Die hiesigen Sozialämter verlangen von den Mitarbeitern privater Pflegefirmen einen Ausbildungsnachweis und kontrollieren ggf. die Arbeit des Pflegepersonals. Es empfiehlt sich daher, dort auf die Qualifikationen der Mitarbeiter und eigenen Dienstleistungen zu verweisen. Das bedeutet zwar noch nicht, daß ein Sozialamt von sich aus auf das neue Unternehmen mit Aufträgen zukommt, aber es wird Anträge von Dritten im Allgemeinen ohne Probleme akzeptieren.

Die Sozialämter der Stadtverwaltungen zahlen den Privatfirmen die gleichen Stundensätze wie den Sozialstationen, wenn diese Qualifikationen für Leistungen der Alten- und Hauspflege nachweisen können. Anträge auf Hauspflege, Altenpflege und andere Dienstleistungen stellen üblicherweise die örtlichen Hausärzte, das entlassene Krankenhaus oder der zuständige Sozialsachbearbeiter. Der Patient selbst kann ebenfalls Zuschüsse zu solchen Pflegediensten beantragen, wobei die Pflegefirma ihn bei der Antragstellung und Hilfe der verschiedenen Formualre unterstützen kann.

Hauspflege

Die Haus- oder Familienpflege ist die vorübergehende Versorgung von Familien oder Einzelpersonen in ihrem Haus in pflegerischer, pädagogischer und hauswirtschaftlicher Hinsicht. Voraussetzung für den Einsatz einer Haus- oder Familienpflegekraft ist, daß mindestens zwei dieser Punkte erfüllt sind, so daß der Einsatz einer Hausgehilfin oder Gemeindeschwester nicht ausreichen würde.

Die Pflege in diesem Bereich soll einen Krankenhausaufenthalt verhindern oder verkürzen. Die Arbeit besteht u. a. aus der Körperpflege, Verteilen der Mahlzeiten, Begleitung der Patienten zu Behandlungen und Untersuchungen, sowie die Durchführung einfacher Pflegebehandlungen. Dazu kommt die Versorgung der Familie in Abwesenheit der Mutter. Patienten sind meist Wöchnerinnen und ihre Säuglinge, chronisch Kranke oder Behinderte, sowie kranke Kinder von berufstätigen Eltern oder ältere Menschen.

Diese Tätigkeiten sollen nur von entsprechend qualifizierten Fachkräften geleistet werden. Es handelt sich um einen zweijährigen Ausbildungsberuf.

Haushaltshilfe

Kostenträger für die Haushaltshilfe ist im Normalfall das hiesige Sozialamt. Hier handelt es sich um die Sauberhaltung und Reinigung des jeweiligen Haushaltes der zu pflegenden Person, um das Verpflegen und Einkaufen, kurz die Übernahme aller anfallenden täglichen Hausarbeiten. Die Tätigkeiten können von ungelernten Kräften problemlos unternommen werden.

Die Erstattungssätze für Haushaltshilfen werden von den einzelnen Kostenträgern (Sozialhilfeträger und auch Krankenkassen) regional verschieden gehandhabt und festgesetzt. In der Regel wird die Haushaltshilfe stundenweise berechnet.

Altenpflege

In diesen Tätigskeitsbereich fallen gesundheitspflegerischen Aufgaben, vorbeugende und Rehabilitations-Massnahmen; durch Betreuung, Beratung und Gespräche. Die Betreuung wird in Zusammenhang mit dem behandelnen Arzt geleistet und kann hin zur Sterbebegleitung reichen. Die soziale Aufgabe umfaßt die Aktivierung, am Leben der Gesellschaft teilzunehmen, sowie die Erhaltung der Gesundheit durch Ihre beratende Tätigkeit. Der Altenpfleger sollte über Hilfsmöglichkeiten informieren und den Kontakt zu Diensten und Behörden pflegen.

Die Aufgaben in der Altenpflege dürfen gesetzlich nur von Krankenpflegern und Schwestern oder Altenpflegern/-innen mit abgeschlossener dreijähriger Ausbildung getätigt werden. Kostenträger sind je nach Zuständigkeit die Berufsgenossenschaften oder das Sozialamt.

Privatversicherungen

Mit den privaten Krankenversicherung tritt der Pfleger nicht wegen der Abrechnung in Verbindung. Diese Versicherungen ersetzen ihren Versicherten die zuvor bezahlten Arzt- oder Krankenhausrechnungen in direkter Weise.

Wenn der behandelne Arzt die häusliche Krankenpflege für sinnvoll betrachtet, ersetzen sie im Allgemeinen die Kosten und orientieren sich dabei an den normalen Pflegesätzen, die auch die normalen Krankenkassen zahlen. Allerdings kommt es auf den Versicherungsvertrag des einzelnen Patienten an, ob überhaupt und in welchem Ausmass die Pflegekosten erstattet werden. Vielfach wird es als freiwillige Kulanzleistung der Versicherung angesehen, wenn etwas bezahlt wird.

Für die Hauspflege oder andere Dienstleistungen übernehmen die privaten Versicherer die Kosten in der Regel nicht. Erst neuerdings kann eine gesonderte Pflegefallversicherung abgeschlossen werden, die für die Betreuung solcher Patienten einspringt. Wenn der Patient nicht über das nötige Einkommen verfügt die Leistungen selbst zu finanzieren, muß das Sozialamt eingeschaltet werden. Dies ist ein Schritt, der diesem Klientel besonders schwerfällt und vom Pflegeunternehmen übernommen werden sollte.

Hebammen

Hebammen dürfen alle Tätigkeiten ausführen, die mit der Geburtshilfe im Zusannenhang stehen und rechnen die anfallenden Kosten selbst mit den Krankenkassen ab. Zu ihren Aufgaben gehören die Schwangerenberatung, Geburtsvorbereitung und Betreuung in Ergänzung zur ärztlichen Vorsorge. Untersuchung bei Schwangerschaftsbeschwerden, Entbindung in Krankenhäusern oder Überwachung der Wöchnerin und ihres Säuglinges. Für all diese Tätigkeiten ist sie selbst verantwortlich und entscheidet selbst wann ein Arzt benötigt wird.

Von den ca. 15.000 Hebammen im Bundesgebiet sind etwa 2.500 freiberufliche in kleineren Geburtshilfe-Abteilungen als sogenannte Beleghebammen mit eigenen Patientinnen tätig. Um die 120 Geburten werden im Jahr von einer Hebamme betreut. Damit ist ein Jahreseinkommen von ca. 35.000 Euro brutto zu erreichen. Bisher wurde ein Rückgang der Hausgeburten festgestellt, in einigen Bundesländern bis unter 2% aller Geburten. Dieser Trend hat sich vor allem in Ballungszentren abgeschwächt. Gründe dafür liegen in der wachsenden Unzufriedenheit der Frauen mit der Intensivmedizin in den Krankenhäusern.

Die Abrechnung für ihre Leistungen erfolgt mit den gesetzlichen Krankenkassen nach der Hebammen-Gebührenverordnung, die Ihnen der Hebammenverband übermittelt. Die Rechnung soll spätestens einen Monat nach Entbindung bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht werden. Die Hebamme hat nach Rechnungsstellung gegenüber der Krankenkasse den Anspruch, daß die Rechnung innerhalb von zwei Wochen beglichen wird. Bei Beanstandungen der Rechnung kann sie dennoch eine Abschlagsumme verlangen!

Mit Inkrafttreten des neuen Hebammengesetzes ist jede Hebamme berechtigt, freiberuflich tätig zu sein. Eine Niederlassungserlaubnis ist nicht mehr von Nöten. Zur Zulassung bei den Krankenkassen ist der Nachweis der Anerkennung  notwendig. Die Arbeitsaufnahme einer Hebamme muss dem hiesigen Gesundheitsamt angezeigt werden.

Betriebsablauf des Unternehmens

Durch die Benachteiligung gegenüber gemeinnützigen Einrichtungen werden Sie als Privatunternehmer anders kalkulieren müssen. Positiv wirken sich auf seine Planung Aufträge aus, die wenig Zeitaufwand erfordern. Wieviele Kunden ein Pfleger täglich betreut, hängt nicht nur von der Art der Leistung ab, die jeweils zu erbringen ist, sondern auch von optimierter Organisation der jeweiligen Arbeiten, welche den einzelne Angestellte Adressen zusammenstellt, die keine grossen Fahrwege erfordern. Hierbei sollten Sie viel Zeit investieren, denn Zeit kostet Geld!

Der Verwaltungsaufwand ist beim Berufstart oder Anfang der Selbstständigkeit, bei wenigen Angestellten, bequem nach Geschäftsschluss zu erledigen. Auch die Einsatzplanung kann in regelmäßigen Mitarbeiterbesprechungen untereinander geklärt werden. Wenn das Unternehmen wächst, wird allerdings schnell eine Flut von Formularen, Abrechnungen und Anträgen auf Sie zukommen, für die erfahrungsgemäß eine weitere Bürokraft eingestellt werden muß. Unternehmen mit zwanzig bis fünfzig Angestellten, benötigen eine Einsatzzentrale, die sehr gut organisiert sein muss.  Für die Räumlichkeiten der Einsatzzentrale reicht eine 1b Lage in der Stadt. Sie sollten aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden, weil einige freie Mitarbeiter nicht über ein Auto verfügen.

Aufträge

Aufträge werden in dieser Branche über verschiedene Wege akquiriert. Hierzu eignen sich Anzeigen im Branchentelefonbuch, Handzettelverteilung in den jeweiligen Stadtbbezirken. Die einfachsten Mitteln der Werbung, um auf sich aufmerksam zu machen, ist in der Regel die beste Werbung. Durch Mundpropaganda unter Ihren Kunden und die Zuteilung durch die Krankenkassen kommen weitere Aufträge zustande. Die Ärzte werden durch Rundbriefe der Kassen informiert, direkte Ansprache der Ärzte durch eigene Informationsbriefe kann ebenfalls eine gute Idee sein.

Finanzierung

Investitionen von mindestens 15.000 bis 20.000 Euro sind notwendig, um ein Krankenpflegeunternehmen aufzubauen. Zur Grundausstattung gehören Blutdruckmeßgeräte und weite medizinische Geräte, Lagerungshilfen, Versorgungsmaterial wie Binden, Verbandsstoffe, Einwegmaterialien,  Schnabeltassen, Wasserkissen, Sicherheits- und Krankenschutzdecken und Inkontinentenversorgung. Auch handliche Rollstühle sollten zur Ihrer Ausstattung gehören. Zu den Mindestaufwendungen gehören auch der Umbau eines Grossraumbusses, damit Rollstuhlfahrer zum Krankenhaus oder Arzt gefahren werden können.

Förderprogramm

Schnell und unbürokratisch können alle Informationen zu den Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der EG bei Ihrem hiesigen Arbeitsamt anfordern.

Praktikanten - Praktikum - Freiwilliges Soziales Jahr

Angehende Berufsanfänger suchen ein Praktikum im Gesundsheitswesen. Hier sollten Sie Praktikanten und Interessanten für ein "Freiwilliges Soziales Jahr" die Chance geben sich in Ihren Beruf kundig zu machen. Wichtig ist, das Sie Praktikanten nicht als Ersatzpersonal verwenden. In der Vergangenheit wurden einige Gerichte in Deutschland mit dem Thema beschäftigt und die meisten Firmen, die Praktikanten als vollständige Arbietskraft einsetzten, mussten kräftig nachzahlen! Ein Praktikant ist kein Angestellter Ihres Unternehmens, sondern sollte nur für Hilfdienste eingesetzt werden, die auch ständig überwacht werden. Sollten Sie ein Praktikum in Ihrer Firma anbieten, so finden Sie sich bei bei einer Praktikumsvermittlung Hilfe, die auch die Praktikumsverträge mit den jeweiligen Praktikanten abschliesst. Somit haben Sie keinerlei Arbeit, falls Sie ein Praktikum in Ihrem Betrieb anbieten.

Südafrika Freiwilliges Soziales Jahr - Freiwilligenarbeit in Südafrika - Kapstadt Praktikum

Falls Sie weitere Informationen über ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika suchen, eine Freiwilligenarbeit in Südafrika absolvieren oder ein Praktikum in Kapstadt antreten möchten, bieten wir Ihnen hiermit unsere Dienste an. Auch beraten wir Sie gerne, falls Sie in Kapstadt/Südafrika studieren möchten. Auf folgenden Seiten können Sie sich über unsere "Arbeiten in Kapstadt" informieren:

Freiwilligenarbeit Südafrika - Freiwilliges Soziales Jahr - Volontär in Südafrika - Arbeitgeberinfos

Falls Sie in Südafrika eine Freiwilligenarbeit anbieten, so möchten wir Sie bitten folgende Seite zu besuchen:

Studieren in Kapstadt - Anschriften von Universitäten in Kapstadt - Südafrika Studium

Falls Sie weitere Fragen über eine Freiwilligenarbeit oder Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika haben sollten, so schreiben Sie uns bitte an. Gerne informieren wir Sie auch über ein Studium in Südafrika. Falls Sie sich über Universitäten in Kapstadt erkundigen möchten, so besuchen Sie bitte folgende Seite: Kapstadt Universitäten

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