Studium Rechtsanwalt - Chancen und Risiken - Beruf vom Rechtswalt - Rechtsanwalt Referendariat - Praktikum Rechtsanwalt - Auslandspraktium - Arbeiten in Kapstadt - Berufsinformationen

Studium Rechtsanwalt - Berufswelt - Auslandspraktikum - Rechtsanwalt Referendariat - Kapstadt Praktikum

Seit einigen Jahren verstärkt sich der Druck auf dem deutschen Markt der Rechtsanwaltschaft enorm. In der Justizdienst, die öffentliche Verwaltung und die Industrie werden nur wenige der zahlreichen Hochschulabsolventen übernommen. So bleibt vielen jungen Juristen nur der Weg in die eigene Anwaltskanzlei, der aber mittlerweile nicht mehr so gute Verdienstmöglichkeiten verspricht.

 

Die schwierige wirtschaftliche Situation junger Anwälte ist teilweise durch die Juristenschwemme bedingt. Derzeit gibt es in Deutschland rund 80.000 Rechtsanwälte, das sind mehr als doppelt so viele wie vor 25 Jahren. Im Zuge der Komplizierung des Rechtssystems und des wachsenden Rechtsbewußtseins in der Bevölkerung steigt zwar die Nachfrage nach anwaltlicher Beratung und Vertretung im Vorfeld der Gerichte, dieser Trend wird aber kaum das steigende Angebot an Rechtsanwälten auslasten. Die Zahl der Rechtsanwälte, die unter 20.000 Euro im Jahr verdienen, nimmt somit zu. So werden im allgemeinen die beruflichen Aussichten für Existenzgründer weitgehend zurückhaltend und vorsichtig beurteilt.

Bessere Chancen im Rechtsanwaltberuf hat, wer auf ein Rechtsgebiet spezialisiert ist. Seit Anfang der neunziger Jahre ist die Benutzung des Begriffs "Fachanwalt" gesetzlich geregelt (§ 43 a ff. BRO). Einschlägig qualifizierte Rechtsanwälte dürfen sich nun als Fachanwalt für "Steuerrecht", "Arbeitsrecht", "Sozialrecht" oder "Familienrecht" bezeichnen. Auch Fachanwälte für "Strafrecht" oder "Familienrecht" wird es möglicherweise später einmal geben. Den Titel "Fachanwalt" für eines oder maximal zwei dieser Rechtsgebiete darf aber nur führen, wer bei der Rechtsanwaltskammer besondere theoretische und praktische Kenntnisse in seinem Spezialgebiet erworben und nachgewiesen hat. Praktische Kenntnisse werden ab einer bestimmte Fallzahl im jeweiligen Fachgebiet anerkannt. Die theoretischen Kenntnisse müssen in Fortbildungslehrgängen mit anschließender Wissenskontrolle (Klausuren und Fachgespräche bei der zuständigen Kammer) erworben werden.

Nach einer Strukturuntersuchung liegt das durchschnittliche Einkommen eines Rechtsanwalts bei rund 50.000 Euro im Jahr. Von diesem Wert sollte man sich aber nicht täuschen lassen, da hier der Unterschied in den Einkommensverhältnissen nicht mehr sichtbar wird. Während sich nämlich das Einkommen etablierter Sozietäten und Anwälte um geschätzte 30% erhöht hat, leben heute viele jüngere Kollegen bedeuend bescheidener und sind teilweise noch auf nebenberufliche Verdienste angewiesen.

Wesentlich günstiger als in Westdeutschland sind die Perspektiven für Rechtsanwälte im Osten von Deutschland, wo freie Berufe bis zur Wende praktisch nicht existieren. Hier ist die Juristendichte noch nicht annähernd so hoch wie im Westen, und der Beratungsbedarf ist mindestens ebenso gross.

Die besseren Startchancen haben hier jedoch Rechtsanwälte aus den alten Bundesländern, denn der westliche Jurist bringt mit, was die einheimischen erst erwerben müssen - detaillierte Kenntnisse im Fachgebiet, wie es im Westen von Deutschland angewandt wird. Nachteile bei der Existenzgründung in Ostdeutschland sind jedoch die knappen Kassen bei den potentiellen Mandanten und die Abschläge von bis zu 20% auf die BRAGO-Honorarsätze.

Euro-Telefon - Informationen über den Beruf des Rechtsanwaltes

Für Fragen im Zusammenhang mit dem Europäischen Binnenmarkt ist das ''Euro-Telefon" des Wirtschaftsministeriums eingerichtet worden, bei dem Sie auch von EG-Beratungsstellen in Ihrer Region erfahren können.

Kapitalbedarf einer Rechtsanwaltpraxis

Die Eröffnung einer neuen Anwaltskanzlei ohne erfahrenen Partner ist eher untypisch, wird aber in den nächsten Jahren für jüngere Rechtsanwälte die einzige Möglichkeit sein, als Juist tätig zu werden. Aus diesem Grunde gehen wir hier kurz darauf ein!

Sie können natürlich in Ihrer Wohnung ein Arbeitszimmer nutzen und von dort Ihren Beruf starten. Die damit verbundenen Kosten halten sich dann in engen Grenzen. Die Büroausstattung können Sie relativ günstig einkaufen. In diesem Fall muß allerdings die Erlaubnis des Hausbesitzers eingeholt werden, wenn Sie ein Hinweisschild am Mietshaus anbringen möchten. Sie sind berufsrechtlich gehalten, ein Praxisschild anzubringen, was eine spezielle Grösse haben muss.

Ein solcher Berufsstart, ohne die Anmietung von Kanzleiräumen, ist empfehlenswert, weil die laufenden Kosten für die Miete wegfallen. Solche Betriebskosten werden zunächst die größte Rolle im Kapitalbedarf spielen, auch wenn Sie eine regelrechte Kanzlei einrichten wollen und Angestellte haben werden. In diesem Fall sollten Sie eine Rücklage für Anlaufkosten einplanen, die wären:

  • Miete
  • Personalkosten
  • Strom
  • Telefongebühren
  • Sonderausgaben
  • Versicherung

Bedenken Sie bei Ihrer Finanzplanung auch, daß die Bezahlung Ihrer Dienste in der Regel erst nach Ende des Rechtsstreites erfolgt. Für voraussichtlich langwierige Mandate empfiehlt es sich, von der Möglichkeit, einen Vorschuß zu erheben, einen Gebrauch zu machen. Hierzu sollten Sie Ihren Mandanten schon am Anfang des Gespräches hinweisen.

Finanzierung einer Rechtsanwaltpraxis

Für die Finanzierung des Kaufpreises einer gut eingeführten Anwaltskanzlei werden Sie ohne Zweifel problemlos eine Bank finden, die einen Kredit gewährt. Für eine Neugründung stehen diese Möglichkeiten ebenfalls offen, es dürfte aber schwerer sein, einen Geldgeber von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit Ihres Vorhabens zu überzeugen, ohne einen wirklich guten Geschäftsplan zu besitzen. Vorteile haben hier spezialisierte Rechtsanwälte, die auf Absichtserklärungen von zukünftigen Mandanten verweisen können, oder Anwälte, die ein wirtschaftlich überzeugendes Konzept mit neuen Ideen vorstellen können.

Neben den Grossbanken hilft bei einem wirtschaftlich aussichtsreichen Konzept auch der Staat mit verschiedenen Fördermitteln, die Sie mindestens ein Jahr vor Geschäftsbeginn starten sollten.

Für kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie für freiberuflich Tätige ist das Mittelstandsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Mittelstandsprogramm) gedacht. Diese Kredite können zu 75% des gesamten Investitionsvorhabens betragen.

Weiterhin gibt es für Freiberufler, die über keine ausreichenden Sicherheiten zur Abdeckung der Investitionskredite verfügen, das Bürgschaftsprogramm der Deutschen Ausgleichsbank. Die Höhe der Bürgschaft, die das Darlehen bis zu 80% abdeckt, wird im Einzelfall von Ihrem Vorhaben bestimmt. Die Laufzeit beträgt 12 Jahre bei zwei oder drei tilgungsfreien Jahren, der Zinssatz orientiert sich am marktüblichen Satz für Kredite mit vergleichbarer Laufzeit. Eine Beantragung ist in der Regel sehr schwierig!

Die Anträge auf staatliche Kredite müssen vor dem Beginn Ihrer Selbständigkeit über die Hausbank gestellt werden. Dort werden Sie auch darüber beraten, welche Förderprogramme für Sie persönlich infrage kommen bzw. welche Alternativen die Bank gegebenenfalls für Sie vorschlagen kann. Hierzu sollten Sie schon weit vor in Betriebnahme Ihrer Anwaltspraxis sich mit Ihrer Hausbank in Verbindung setzen.

Förderprogramm bei Eröffnung einer Rechtsanwaltpraxis

Schnell können alle Informationen zu den Förderprogrammen des Bundes und der Länder bei Ihrer Hausbank erfragt werden.

Gewinnplanung einer Rechtsanwaltpraxis

Betriebsvergleiche haben gezeigt, daß deutlich über die Hälfte der Einnahmen für Betriebsausgaben, wie Lohnkosten, Mieten, Versicherungen und dergleichen aufgewendet werden müssen. Die restlichen Einnahmen werden versteuert, nach Abzug der Steuern müssen noch Tilgungsraten für Kredite sowie Versicherungsraten bezahlt werden. Übrigens liegt das Einkommen von Sozietätsmitgliedern im Durchschnitt über dem von Einzelanwälten in Deutschland.

Wie viele Mandanten Sie annehmen sollten, lässt sich kaum berechnen, da es nach der Gebührenordnung auf den Wert der Rechtsfälle ankommt, den man nicht vorplanen kann. Die Übernahme von Dauermandanten für Firmen zahlt sich hier aus. Denn zumindest Ihre festen Kosten sollten durch solche Einnahmen abgedeckt werden.

Akquisition - Werbung - Rechtsanwaltpraxen

Rechtsanwälten und Notaren ist bisher gezielte, offensichtlich gewinnorientierte Werbung für ihre Dienstleistungen untersagt. Lediglich zur Eröffnung Ihrer Kanzlei bzw. bei einem Umzug sind Anzeigen in der örtlichen Tageszeitung erlaubt.

Nach den bisherigen Erfahrungen kommen auch sehr wenige Klienten als sogenannte ''Laufkundschaft", also durch das Kanzleischild an der Haustür. Es gibt jedoch derzeit Bestrebungen, die Werbegesetze zu lockern und andere Richtlinien zu schaffen.

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist die Benennung von Tätigkeitsschwerpunkten in der Kanzleieröffnungsanzeige eines Rechtsanwalts grundsätzlich nicht zu beanstanden. Damit haben sich seine Werbemöglichkeiten wesentlich geändert.

Als Rechtsanwalt sollte man die Chance des gelockerten Werbeverbots nutzen und an seine Mandanten sachgerechte Information (z.B. zur Grösse der jeweiligen Anwaltskanzlei oder zur Spezialisierung) geben.

Die Anlaufphase einer Anwaltskanzlei, die es zu überstehen gilt, bis Sie einen ausreichenden Klientenstamm herangezogen haben, um auch nur Ihre Grundkosten zu decken ist eines der grössten Probleme einer neugegründeten Kanzlei. Außer auf die Mundpropaganda, also auf informelle Kontakte, zu vertrauen, können Sie noch einige weitere Wege beschreiten, um neue Klienten zu gewinnen.

Dabei können Jungrechtsanwälte ausgerechnet von der schärfsten Konkurrenz lernen, die ihnen auf dem einträglichen Gebiet des Wirtschaftsrechts erwächst, von den internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Großbanken. Beide dürfen zwar genaugenommen keine Rechtsberatung durchführen, sie werden aber in den Randbereichen des internationalen Wirtschaftsrechts angewandt und sind nebenbei in der Vermögensbetreuung sehr erfolgreich tätig. Und hier liegt auch die Chance für den Anwaltsstand, in der Komplettberatung von Unternehmen und Privatkunden, denn der Beratungsbedarf im internationalen Steuer- und Wirtschaftsrecht auch kleiner und mittlerer Unternehmen steigt in Deutschland enorm.

So haben sich bereits zahlreiche Rechtsanwaltkollegen zu (standesrechtlich umstrittenen) überörtlichen Sozietäten zusammengeschlossen, die der Bundesgerichtshof aber mittlerweile erlaubt hat. Der Vorteil für die Klienten liegt auf der Hand, wenn sie von "ihrer" Anwaltskanzlei auch in anderen Gerichtsbezirken vertreten werden können. Dies stärkt das persönliche Vertrauen in der Vertretung und bringt wirtschaftlichen Vorteil, weil die Korrespondenzgebühr entfällt. Auch die EG-Kommission plant übrigens, entgegen der derzeitigen Stimmung unter bundesrepublikanischen Standesvertretern, einen Eingriff ins Berufsrecht der Anwälte. Kapitalgesellschaften von Freiberuflern (''Anwalt-GmbH") sollen EG-weit zugelassen werden. Ob das Lokalisationsprinzip der deutschen Anwaltschaft gegen diese europaweiten Trends aufrechterhalten werden kann, muß der weiteren Diskussion und gesetzgeberischen Massnahmen überlassen bleiben.

Ein weiterer und weniger umstrittener Weg, sich örtlichen Unternehmen zu empfehlen, besteht in der Gründung fachübergreifender "Wirtschaftskanzleien". Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in einer grossen "Bürogemeinschaft" geben den Kunden das Gefühl, Beratung "aus einer Hand" zu bekommen, auch wenn ihm, rein rechtlich betrachtet, wirtschaftlich unabhängige Freiberufler gegenübersitzen. Noch vorteilhafter wirkt sich diese Kombination aus, wenn ein weiterer Anwalt mit Zulassung zum Oberlandesgericht zur Anwaltskanzlei hinzukommt.

Wichtig ist, neben fachlich guter Arbeit, eine klientenfreundliche Organisation der Anwaltskanzlei. Dazu gehören für berufstätige Klienten z.B. längere Öffnungszeiten an den Abendstunden, aber auch die pünktliche Einhaltung vereinbarter Termine. Unter Umständen kann die Gründung einer Sozietät mit Spezialisten anderer Fachgebiete "Dienst am Kunden" sein, weil der Klient auf diese Weise mit verschiedenen Rechtsanliegen in derselben Anwaltskanzlei bleiben kann. Als Standort werden normal strukturierte Wohngebiete empfohlen, in denen die Mieten meist auch günstiger als in reinen Stadtlagen, da zufriedene Klienten auch bereit sind, längere Wege zu "ihrem" Anwalt zu unternehmen.

Neugründung und Übernahme einer Rechtsanwaltpraxis

Durch den Eintritt in eine bestehende Sozietät bzw. die Übernahme einer eingeführten Anwaltskanzlei lässt sich die Anlaufphase meist verkürzen oder ganz vermeiden. Allerdings ist darauf hinzuweisen, daß das "Vertrauenspontential", das Sie auf diese Weise gewinnen, nur begrenzt gilt, denn das besondere Vertrauensverhältnis der Klienten überträgt sich nicht automatisch auf den jeweiligen Nachfolger der Anwaltskanzlei.

Der Eintritt als Sozietätsmitglied erfolgt im allgemeinen nach einer mehrjährigen Angestelltentätigkeit in der betreffenden Kanzlei. Welchen Anteil Sie als neues Sozietätsmitgleid übernehmen können, berechnet sich nach den Klienten, die Sie evtl. "mitbringen" oder nach dem Gehalt, das Sie dort vorher als angestellter Rechtsanwalt bezogen haben, bzw. den Klienten, die Sie bereits dort persönlich betreut haben.

Angebote zum Kauf oder Eintritt in eine bestehende Rechtsanwalkanzlei finden Sie in der Fachpresse. Auch die Rechtsanwalts- und Notarkammer kann Sie bis zu einem gewissen Grad bei Ihrer Suche nach einer Kanzlei unterstützen. Lassen Sie sich dort auf jeden Fall über alle Fragen beraten, die mit der Existenzgründung auf Sie zukommen werden.

Bei der vollständigen Übernahme einer Anwaltskanzlei setzt sich der Kaufpreis meist aus zwei Komponenten zusammen:

  • aus einer Zahlung für die Geschäftsräume und den Zweitwert des Inventars, Firmenwagen, Eigentum
  • Art von Entschädigungssumme für den Geschäftswert, die Klientenkartei. Dabei kommt es auf die Qualität der Mandante an, z.B. ob und wieviele Dauermandate in der Klienentendatei enthalten sind

Die genaue Berechnung des Kanzleiwertes erfolgt nach der Ertragslage und wird von der Anwaltskammer für Sie vorgenommen. Eigentlich muß die Kammer jeden Verkauf einer Kanzlei erst prüfen und wird von diese genehmigt.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, daß die Übernahme der Mandantenkartei ohne Zustimmung der Mandanten der Datenschutz zuwiderläuft. Der Mandantenstamm als wesentlicher ideeller Wert der Anwaltskanzlei kann dadurch nicht mehr ohne weiteres an den übernehmenden Anwalt weitergereicht werden. Mittels bestimmter Verfahrensweisen können jedoch sowohl die Schutzrechte der Mandanten als auch die Interessen von übergebendem und übernehmendem Anwalt gewahrt werden durch folgende Vorgehensweise:

  • Der übergehende Anwalt schreibt seine Mandanten persönlich an, bittet sie, auch seinen Nachfolger ihr Vertrauen zu schenken und bittet um schriftliche Genehmigung, die Mandantenunterlagen an den Nachfolger weitergeben zu dürfen.
  • Für Karteiunterlagen, für die keine Zustimmung des Mandanten vorliegt, schliesst der übergehende mit dem übernehmenden Anwalt einen Verwahrungsvertrag. Diese Unterlagen werden, datenrechtlich unbedenklich, in geschlossenen Umschlägen vom Kanzleinachfolger übernommen und können bei Bedarf mit Einwilligung des jeweiligen Mandanten wiederverwendet und geöffnet werden.
  • Eine weitere Möglichkeit, der neuen Rechtslage zu entsprechen und den Mandantenstamm soweit wie möglich zu erhalten empfehlen wir folgende Vorgehensweise. Der übergebende und der übernehmende Anwalt führen für eine Übergangszeit die Anwaltspraxis gemeinsam. Während dieser Zeit lernt der Kanzleinachfolger die Mandanten kennen und wächst allmählich in seinen altem Betrieb hinein. Dies ist die aufwendigste, aber auch die erfolgversprechende Form der Übernahme einer Anwaltskanzlei. Sie kann jedoch steuerliche Nachteile haben. Bitte befragen Sie Ihren Steuerberater, für die beste Vorgehensweise.

Folgende Punkte sollten Sie beim Kauf besonders beachtet werden:

  • den Ruf Ihres Vorgängers bei Klienten, Kollegen und Mandanten
  • Schuldenfreiheit der Anwaltskanzlei
  • Kundeninformatonen in der Klientenkartei (Stammkunden)
  • Standortsicherheit - Rückfrage beim Hauseigentüner, Sanierungsvorhaben in der Umgebung beim Stadtplanungsamt - Stadtverwaltung
  • Personalübernahme - Angestelltenverträge - Besonderheiten - Rechte - Urlaubsabwicklung - Behindertenarbeitsplätze

Den Rechtsanwaltsgehilfen kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie müssen, genau wie der Anwalt selbst, absolut verschwiegen und vertrauenswürdig sein. Dazu sollten sie ihr Metier ausgezeichnet beherrschen, weil in den Schriftstücken der kleinste Fehler eine immense Bedeutung haben kann. Auch die Funktion als Sekretär/in müssen sie perfekt beherrschen, weil kein Termin vergessen werden darf. Ihre Sekrtär/in muss bei Kunden einen hervorgenden Eindruck hinterlegen, denn in der Regel kommen Sie zurerst mit dem Kunden in Kontakt. Auch sollten Sie Ihr Personal schulen, wie man sich am Telefon meldet und sich mit Kunden unterhält. Das Personaltraining sollte ein wichtiger Bestandteil in Ihrer Anwaltskanzlei sein.

Wenn Sie auf eine Bürokraft nicht verzichten können, sollten Sie nicht am Gehalt sparen. Zahlen Sie lieber etwas mehr und stellen Sie eine erfahrene Kraft ein, die Sie gerade zu Beginn Ihrer selbständigen Tätigkeit in der täglichen Organisation der Arbeit sehr unterstützen kann. Angebot und Nachfrage sind auf diesem Teilarbeitsmarkt recht ausgeglichen und die Gehälter noch bezahlbar. Eine erfahrene Bürokraft kennt sich in der Regel mit nationalen und internationalen Recht gut aus.

Arbeiten im Ausland - Studieren in Kapstadt - Doppelstudium - Internationaler Anwalt

Europa wächst immer mehr zusammen und verfügt über grosse Herausforderungen. Hier sollten Sie sich erkundigen, in welchen Grenzstaaten von Deutschland Sie Ihre Chancen haben. Auch bietet Südafrika für Sie als Rechtsanwalt grosse Möglichkeiten. Falls Sie ein Doppelstudium absolvieren, haben Sie mit zwei Zulassungen alle Chancen der Welt, die man sich vorstellen kann. Viele internationale Firmen bevorzugen Rechtsanwälte, die sich mit dem internationalen Recht bestens auskennen. Auch könnten Sie in Südafrika in artverwandten Berufen arbeiten. Lesen Sie mehr über das Arbeiten im Ausland auf folgender Seite: >>> Arbeiten im Ausland . Weiter bieten wir Ihnen Informationen über das Studieren in Kapstadt: >>> Studieren in Kapstadt

Versicherungen in der Rechtsanwaltpraxis

Gerade Existenzgründer, die oft ihr gesamtes Vermögen und darüber hinaus geliehene Gelder in ihr neues Unternehmen stecken, sollten zumindest die schwerwiegenden Risiken, die sich aus einer selbständigen Tätigkeit ergeben, mit einer Versicherung abdecken.

Grundvoraussetzung für jeden Rechtsanwalt ist die Berufshaftpflicht. Nach Angaben eines grossen Versicherungsunternehmen meldet heute schon jeder vierte Anwalt pro Jahre einen Fall, bei dem der Mandant Regreßansprüche an ihn stellt. Diese Tatsache sollte Ihnen genügen, sich ausreichend zu versichern!

Als Ursachen für diese Fälle werden in erster Linie Fristversäumnisse genannt, die häufig aus einer mangelhaften Organisation der Anwaltskanzlei oder Arbeitsüberlastung resultieren. Zudem zieht die Rechtsprechung den Anwalt immer dann zur Haftung heran, wenn er Mandate in Rechtsgebieten falsch handhabt, in denen er sich nicht ausreichend auskennt oder sich dort nicht fortgebildet hat. In der Praxis geben sich Anwälte selten mit der nach Standesrecht vorgeschriebenen Haftpflichtsumme von 60.000 Euro zufrieden, sondern versichern sich gegen Schäden bis zu einer halben Million Euro. Zumal sie auch für Schäden geradestehen müssen, die durch an das Personal delegierte Arbeiten entstanden sind.

Weiterhin zu empfehlen ist eine Betriebsunterbrechungsversicherung. Sie sichert Sie gegen Schäden, die durch eine Betriebsunterbrechung, z.B. durch Feuer, Stromausfall oder Wasserschäden entstehen können. Darüber hinaus sind Sachversicherungen von grosser Bedeutung. Sie decken verschiedene Risiken ab, z.B. Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Glasbruch, Einbruch oder andere Schäden.

Wenn Sie alleine arbeiten und wenig Rücklagen haben, empfiehlt sich, zusätzlich zu Ihrer Krankenversicherung eine Krankengeldtageversicherung abzuschliessen. Diese Versicherungsart sorgt dafür, daß Sie bei längerer Krankheit zumindest Ihre wichtigsten persönlichen und beruflichen Kosten abdecken können.

Sicherlich gibt es noch eine Reihe weiterer Risiken, die Sie mit einer Versicherung abdecken können. Damit Sie sich einen sinnvollen, auf das Wesentliche beschränkten, Versicherungsschutz zulegen, sollten Sie mit einem Versicherungsvertreter sprechen. Die Genossenschaftsbanken können Ihnen hier in Zusammenarbeit mit ihren Verbundpartnern aus der Versicherungsbranche wertvolle Tipps geben und ein detailliertes Angebot unverbindlich unterbreiten.

Rechtliche Voraussetzungen im Rechtsanwaltberuf

Als Rechtsanwalt werden Sie von den Oberlandesgerichtspräsidenten Ihrer Heimatregion zugelassen. Dazu wird die Rechtsanwaltskammer gehört, bei der Sie Pflichtmitglied sein werden.

Als Freiberufler müssen Sie dann lediglich das Finanzamt Ihrer Heimatregion von der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit unterrichten. Zuständig ist das Finanzamt der Gemeinde, in der Sie sich niederlassen wollen. Alle in Ihrer Praxis Beschäftigten müssen innerhalb von acht Tagen bei der Berufsgenossenschaft angemeldet werden, die sie gegen Unfall und Berufskrankheiten versichert. Jedes Jahr müssen Sie der Berufgenossenschaft einen Bericht über Neueinstellungen mitteilen, die Ihre Beiträge neu berechnen.

Rechtsanwalt Referendariat Südafrika Praktikum - Falls Sie Interesse an einem Auslandspraktikum in Südafrika haben, so schreiben Sie uns bitte an. Gerne geben wir Ihnen weitere Infos über ein Praktikum in Kapstadt.

Wir freuen uns auf Ihre Zuschrift,

Ihr Ritztrade Team

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