Reiseveranstalter - Chancen und Risiken - Touristenstatistik

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Die Deutschen sind sehr reisefreudig. Kein anderes europäisches Land leistet sich so hohe Ausgaben für Reisen wie die Bürger in der Bundesrepublik Deutschland. Fast 4% ihrer gesamten Konsumausgaben spenden die Deutschen für die Erholung ausserhalb der Bundesrepublik. In den 90er Jahren gaben die Bundesbürger jedes Jahr über 30 Milliarden Euro für Reisen aus.

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Umfragen ergaben, daß der Reisewille trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage auch 2008 nicht nachgegeben hat. Lieber spart der Verbraucher in anderen Konsumbereichen. Allerdings ergab die Erfahrung mit vergangenen Rezessionen, daß sich die schwierige wirtschaftliche Lage im Reiseverhalten der Deutschen erst zeitverzögert zeigen wird.

Internet-Reisegeschäft

Der Internet-Reisegeschäft wächst weiter und verändert sich dabei ständig. 2009 war das erste Jahr, wo die Zahlen in der Tourismusbranche sanken, was in erster Linie an der Weltwirtschaftskrise lag. Viele Reisekunden sind verunsichert und wollen abwarten, wie sich Ihre persönliche Lage entwickeln wird. Viele haben Angst um Ihren Arbeitsplatz und sparen für die "Zukunft", wie auch immer Sie ausfallen wird.

Reiseveranstalter Pauschalreisen

Die Anteile der Pauschalreisen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Demgegenüber nimmt der Anteil an Individualreisen stetig ab. Setzt sich der Trend fort, werden in naher Zukunft die meisten Urlauber Pauschalreisen buchen. Das größte Plus verzeichneten dabei Flugfernreisen mit über 20 %. Für die wirtschaftliche Basis von Reiseveranstaltern, so einige Reiseexperten, ist die zumeist höherwertige Flugpauschalreise - verglichen etwa mit Ferienwohnungs-Arrangements - entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg in der Reisebranche.

Für Existenzgründer dürfte vor allem von Interesse sein, daß die großen Veranstalter insgesamt Marktanteile verlieren. Zwar teilen sich die grossen fünf Veranstalter rund 70% des Marktes, mit einer Zuwachsrate von 4,9% lagen sie jedoch unter dem Teilnehmerzuwachs der kleineren Veranstalter mit 7,1%. Hier hat der Markt die Bemühungen der „Nischen-Veranstalter" gut honoriert.

Die Nachfrageverhalten der Kunden, ihre Bedürfnisse und Erwartungen an Ihren Urlaub sind Wandlungen unterworfen, mit denen sich der Existenzgründer auf dem Gebiet der Reiseveranstaltungen auseinandergesetzt haben sollte.

Ein wichtiger Trend in der Reisebranche heißt weg vom Massentourismus. Hotelburgen sind  seit Jahren nicht mehr gefragt. Sonne, Strand und Meer reichen für viele nicht mehr aus. Der Wunsch nach Erholung verbindet sich in wachsendem Maße mit dem Wunsch nach Abenteuer und neuen Erlebnissen (Adventure-Urlaub, Wanderreisen, Afrika Safaris, Südafrika Touren), nach Bildung und Erweiterung des Horizontes (Bildungsreisen, Städtereisen, Sprachreisen), nach Aktivität und sinnvoller Freizeitgestaltung (Theaterworkshops, Ski- und Surfreisen, Hobbyurlaub) und vor allem mit dem Bedürfnis nach Kontakt mit Gleichgesinnten (Gruppenreisen, vor allem Club- und Single-Reisen). Gerade im Bereich des Gruppenurlaubs sind für den Reiseveranstalter mit Kompetenz und Ideen durchaus noch neue Reisemärkte zu erschliessen. Obwohl es die große Mehrzahl der Reisenden immer noch vorzieht, den Urlaub selbst zusammenzustellen, zu organisieren und die Buchung direkt mit dem Anbieter abzuwickeln.

Schon jetzt zeigt der Blick in die Regale der Reisebüros oder auf die Preislisten der etablierten Grossveranstalter, wie umfangreich und differenziert das Tourismusgeschäft gerade auf dem Sektor Pauschalreisen ist. Auf einen harten Preis- und Konkurrenzkampf mit Hunderten kleinerer Reiseveranstalter müssen Sie sich gefasst machen, vor allem aber mit den marktbeherrschenden grossen Reiseanbietern, deren Preise Sie als Berufsanfänger kaum unterbieten können. Erfahrungsgemäss muß sich ein Neuling in der Reisebranche auf etwa drei Jahre Anlaufzeit mit mäßigen Geschäftserfolgen einstellen - und für allzu viele stellt sich dann noch nicht der erhoffte Unternehmenserfolg ein.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg bzw. Mißerfolg Ihres Reiseunternehmens sind die persönlichen Voraussetzungen, die Sie als Existenzgründer für die Reisebranche mitbringen. Der Reiseveranstalter muß keine Reisebürofachkraft sein. Eine gute, möglichst mehrjährige Branchenkenntnis - z.B. durch Berufserfahrung als Reiseleiter - ist aber unbedingt erforderlich. Angesichts der Vielfalt und Unübersichtlichkeit des Reisemarktes und insbesondere wegen der großen Anzahl potentieller Vertragspartner gilt das in besonderem Masse, wenn Sie die Tätigkeit als Veranstalter nicht nur nebenberuflich ausüben wollen. Gute Geschäftskontakte - am besten schon aus der Zeit als Angestellter in einem Touristikunternehmen zahlen sich gerade in der Reisebranche unmittelbar aus.

Wenn Sie über die entsprechenden Kontakte in der Reisebranche verfügen, sollten Sie sich nicht von einer Existenzgründung abschrecken lassen. In erster Linie erzielen kleinere Reiseveranstalter mit Spezialangeboten steigende Teilnehmerzahlen und Profite.

Der europäische Binnenmarkt - Der Reisemarkt in Europa

Durch den europäischen Binnenmarkt wird das Angebot der Reiseveranstalter noch unübersichtlicher als es ohnehin schon ist. Verschärfter Wettbewerb, zunehmende Billigangebote und stärkere Konzentrationstendenzen sorgen für schwierige Verhältnisse in der Reisebranche. Branchenverbände kritisieren vor allem die EG-Pauschalreiserichtlinie, deren Umsetzung in deutsches Recht am 1.Juli 1994 in Kraft getreten ist und die besonders den Mittelstand stark belastet.

Versicherungen in der Reisebranche

In erster Linie Berufsanfänger, die oft ihr gesamtes Vermögen und darüber hinaus geliehenes Kapital in ihr neues Reiseunternehmen stecken, sollten zumindest die schwerwiegenden Risiken, die sich aus einer selbständigen Tätigkeit im Reisegeschäft ergeben, absichern.

Unerlässlich ist für Ihr Geschäft eine Betriebshaftpflichtversicherung: Sie schützt Sie vor Haftpflichtansprüchen aus Personen- oder Sachschäden. Weiterhin  ist der Abschluss einer Betriebsunterbrechungsversicherung zu empfehlen. Sie betrifft Schäden, die durch eine Betriebsunterbrechung, z.B. durch Wasser, Feuer oder Stromausfall entstehen.

Darüber hinaus sind Sachversicherungen von grosser Bedeutung: Sie decken verschiedene Risiken ab, z.B. Schäden durch Leitungswasser, Feuer, Sturm, Glasbruch, Einbruch und Diebstahl.

Wenn Sie alleine arbeiten und wenig Rücklagen haben, empfiehlt sich, zusätzlich zu Ihrer Krankenversicherung eine Krankengeldtageversicherung. Diese Versicherung sorgt dafür, daß Sie bei längerer Krankheit zumindest Ihre wichtigsten persönlichen und beruflichen Unkosten decken können.

Sicherlich gibt es noch eine Reihe anderer Geschäftsrisiken, die Sie absichern könnten. Damit Sie sich einen sinnvollen und auf das Wesentliche beschränkten Versicherungsschutz zulegen, sollten Sie mit einem Versicherungsvertreter sprechen. Die Genossenschaftsbanken können Ihnen hier in Zusammenarbeit mit ihren Verbundspartnern aus der Versicherungswelt wertvolle Tipps geben und unverbindliche Angebote erstellen.

Rechtliche Voraussetzungen im Reisegeschäft

Die Gründung als Reiseveranstalter wird durch keinerlei Rechtsvorschriften oder Qualifikationsnachweise eingeschränkt oder vorgeschrieben. Wenn Sie Ihre gewerbliche Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie die für den Betriebssitz zuständige Stadtverwaltung davon in Kenntnis setzen und Ihr Gewerbe anmelden. Vom Gewerbeaussichtsamt gehen Kontrollmeldungen zum örtlichen Finanzamt und der Berufsgenossenschaft.

Das Finanzamt wird Ihnen eine Steuernummer zuweisen, die für alle Steuern gilt, die Ihren Betrieb betreffen (wie Einkommensteuer und Gewerbesteuer). Falls Sie nach einiger Zeit keine Nachricht vom Finanzamt erhalten haben, sollte Sie sich persönlich dort melden und die Sachlage aufklären. Das gleiche gilt auch für die Berufsgenossenschaft, bei der spätestens acht Tage nach Eröffnung von Ihrem Reisegeschäft alle Angestellten gegen Unfall und Berufskrankheiten versichert sein müssen.

Für die Durchführung von Busreisen ist nach dem Personenbeförderungsgesetz allerdings eine Genehmigung für Ausflugsfahrten und Ferienzielreisen erforderlich. Sie wird von den zuständigen Verkehrsbehörden der Städte oder Landkreise für vier Jahre ausgestellt und muß vor Ablauf neu beantragt werden. Voraussetzungen für den Nachweis ist:

  • der persönlichen Zuverlässigkeit und polizeiliches Führungszeugnis
  • finanziellen Leistungsfähigkeit (hängt mit dem Umfang der geplanten Aktivitäten und Reisetouren zusammen, mit der Anzahl und Größe der Reisebusse, bzw. Anzahl der eingesetzten Busfahrer; mit 15.000 Euro bis 20.000 Euro muß ein Existenzgründer kalkulieren.
  • und Sachkunde (langjährige Berufserfahrung an leitender Position der Branche, oder eine Sachkundeprüfung bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer in Ihrer Heimatregion)

Zwei wesentliche Veränderungen ergaben sich durch die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in das deutsche Reiserecht:

  • Alle Reiseveranstalter müssen eine Insolvenzversicherung nachweisen. Derzeit gibt es auf dem Markt hierfür mehrere Branchenmodelle. Der asr Bundesverband mittelständischer Reiseunternehmen e.V. hat eine Entscheidungshilfe ausgearbeitet, die diese Modelle gegenüberstellt. Sie kann bei der jeweiligen asr-Geschäftsstelle schriftlich angefordert werden. Weiter muss Ihr Reiseunternehmen in der Lage sein Reisesicherungsscheine auszustellen.
  • Veranstalter unterliegen schäferen Informationspflichten. Alle Kataloge, sonstige Werbeträger und Buchungsunterlagen müssen der neuen Informationsverordnung gemäß § 651a Abs. 5 BGB entsprechen. Hilfestellung erteilen auch hier die Fachverbände in Ihrer Heimatregion.

Finanzierung Ihres Reisegeschäftes

Angesichts der harten Konkurrenz im Bereich Reiseveranstaltung und wegen des hohen Masses an Branchen Kenntnissen, ohne das ein Bestehen auf dem Reisemarkt kaum möglich macht, empfiehlt sich für den Existenzgründer in den meisten Fällen ein vorsichtiger Start ins Geschäftsleben. Insbesondere für die Organisation von Individualreisen benötigen Sie gut ausgebaute Geschäftskontakte - nennenswerte Profite können Sie meist erst erzielen, wenn Sie über eine längere Zusammenarbeit mit einzelnen Reisegesellschaften und anderen Reisepartnern die Voraussetzungen geschaffen haben, um günstige Konditionen auszuhandeln und anzubieten.

Demgegenüber ist derzeit der Einstieg im Bereich der Gruppen-Pauschalreisen unkomplizierter und mit nicht so viel Risiko behaftet. Viele Berufsanfänger betreiben die Veranstaltung von Reisen zunächst nebenberuflich oder beginnen als Kleinbetrieb, der erst langfristig und mit der Erweiterung des Kundenstamms und der Verbesserung der Geschäftskontakte, expandiert und ausweitet.

Grössere Investitionen fallen dann in der Anlaufzeit Ihres Geschäftes nicht an. Im Prinzip können Sie zunächst von einem Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden aus Ihr Reisegeschäft starten. Wichtig ist eine Kapitalrücklage, weil Sie vor allem zu den Hauptreisezeiten Flugtickets vorfinanzieren müssen, die üblicherweise lange vor Reisebeginn gebucht und bezahlt werden. Außerdem sollten Sie darauf vorbereitet sein, daß erstklassige Vertragspartner mit Ihnen nur kooperieren werden, wenn Sie entsprechende Sicherheiten wie Bankbürgschaften, die sich jeweils um 50.000 bis 100.000 Euro bewegen, nachweisen können.

Vor allem als Neuling in der Reisebranche dürfte es angesichts der derzeitigen Marktsituation nicht immer leicht sein, Ihre Hausbank oder staatliche Kreditvergabestellen von der Kreditwürdigkeit des Reiseunternehmens zu überzeugen. Einen ausgearbeiteten Finanzierungsplan und ein erfolgversprechendes Geschäftsplan sollten Sie vorlegen, auch wenn Sie nur eine höhere Bankbürgschaft benötigen oder den Kreditrahmen des Überziehungskredites erweitern wollen.

Förderprogramme - Staatliche Hilfen

Unbürokratisch können alle Informationen zu den Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der EG bei Ihrer Hausbank erfragt werden.

Hinweise zur Betriebsplanung - Ideen - Vertriebspartner Reiseveranstalter - Reisebüros

Als Veranstalter von Reisen leben Sie von der Differenz zwischen Ihrem Einkaufspreis für die Leistungen der Transportunternehmen, Hotels und anderer Leistungsträger, mit denen Sie arbeiten, und dem Verkaufspreis, den Sie bei Ihren Kunden dafür erzielen können. Wenn Sie über den Vertriebsweg von Reisebüros vertreiben, muß die Vermittlungsprovision noch abgezogen werden. Da die Kunden im allgemeinen äußerst preisbewußt Ihre Reise buchen möchten, erzielen Sie Ihren Gewinn hauptsächlich durch das Aushandeln günstiger Einkaufsrabatte. Im Rahmen von Pauschalarrangements können Sie zusätzlich an Besichtigungsfahrten, Kursangeboten und ähnlichem verdienen. Pauschal heißt - der Reisepreis muss mindestens zwei verschiedene Leistungen wie Unterkunft, Transport, Verpflegung, enthalten.

Bei der Angebotsspekulationen des Pauschalarrangements gilt grundsätzlich folgende Fakten. Der Preis sollte möglichst nicht höher sein als die Summe aller Teilleistungen, wenn der Reisekunde diese selbst kaufen könnte. Trotzdem kann es bei einigen Hotels geschehen, daß Einzelreisende ihre Hotelzimmer direkt zu einem günstigeren Preis bekommen als Ihre Kunden, wenn Sie als Veranstalter den nötigen Zeitaufschlag mit einkalkuliert haben. Auch hier spielt die Beziehung zu den Leistungsträgern und die Einkaufsverhandlungen ein wesentliche Bestandteil für Ihre Wettbewerbsfähigkeit. Falsch kalkulierte Reisen bedeuten, dass Sie Ihren Kunden verlieren werden. Jeder Reisekunde unternimmt Preisvergleiche!

Fluggesellschaften - Fluglinien

Mit den Fluggesellschaften direkt ins Geschäft zu kommen, dürfte für Sie am Anfang Ihrer Tätigkeit nicht leicht sein. Gewinnträchtige Provisionen können Sie ohnehin erst bei einer sehr großen Anzahl von Flugbuchungen pro Jahr und kontinuierlich hohen Umsätzen aushandeln. Insgesamt gesehen ist bei dem Verkauf von Flügen wenig Gewinne zu erzielen. Der Vorteil von Verkauf von Reisetickets ist, das Sie gleichzeitig Unterkünfte und Touren mit anbieten und somit sich ein Profit entwickeln wird.

Als Neuling in der Reisebranche können Sie leichter mit einem grossen Reiseveranstalter oder mit sogenannten Flug-Vermittlungsgesellschaften zusammenarbeiten, jedoch nicht auf Kontingentbasis.

Busreisen - Städtereisen mit dem Bus

Wenn Sie sich auf eine Zielgruppe mit kleinerer Brieftasche spezialisieren und den Preis für den Transport zum Ferienort niedrig halten wollen, können Sie mit einem Busunternehmen kooperieren oder die Anfahrt mit privaten Pkws organisieren. Die Konkurrenz bei den Busunternehmen ist in manchen Städten so groß, daß überdurchschnittliche Preisunterschiede sich ergeben und Sie eine recht günstige Verhandlungsbasis verhandeln können. Der Profit dieser Transportmöglichkeit hängt im wesentlichen von der Grösse der Gruppenreise ab.

Der Kauf eigener Busse empfiehlt sich für den Existenzgründer wegen der hohen Investitionskosten kaum. Außerdem stehen Sie mit eigenen Bussen vor dem Problem, diese außerhalb der Hauptreisezeiten durch Vermietung auslasten zu müssen.

Kooperation mit Hotels/Gästehäusern/Campingplätzen

Ein anderer wichtiger Faktor sind bei Pauschalreisen die Provisionen, die Sie bei Gästehäusern, Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingplätzen und Hotels aushandeln können. Auch hier richtet sich die Provision nach Ihren Umsätzen, d.h. Sie können oft nicht mehr als 8%, unter Umständen aber weit über 20% erhalten.

In der Nebensaison, in der die meisten Ferienbetriebe ihre Kapazität ohnehin nicht auslasten, ist es generell leichter, günstige Vereinbarungen zu verhandeln.

Bei der Vermittlung von Unterkünften gilt in besonderem Masse, daß Sie Beziehungen und Marktkenntnisse benötigen, um überhaupt Zugang zu interessanten Vertragspartnern zu gelangen. Die jeweiligen Konditionen werden in privaten Absprachen festgelegt, daß letztlich alles von Ihrem persönlichen Kontakt und Ihrem Verhandlungsgeschick abhängt. Branchenübliche Durchschnittswerte für die Preiskalkulation lassen sich kaum ermitteln und auch nicht auf den jeweiligen Einzelfall übertragen.

Buchung und Stornierung vom Kunden

Für Reiseveranstalter ergibt sich ein finanzielles Risiko, daß gebuchte Flugtickets oder Hotelreservierungen in der Regel auch dann bezahlt werden müssen, wenn die angemeldete Gruppengröße nicht zustande kommt. Sie müssen mit sehr hohen Stornogebühren rechnen. Hier gibt es gelegentlich Vereinbarungen mit Fluggesellschaften, nach denen Teile von übernommenen Kontingenten bis zu einer gewissen Sperrfrist wieder zurückgegeben werden können. Hier dürfen Sie den Termin für die Sperrfrist nicht vergessen! Melden Sie vorzeitig den Fluggesellschaften, das Sie eine entsprechende Anzahl an Flugtickets nicht verkauft haben!

Bei Stornierungen in Hotels sollten Sie Ihre Verträge gut studieren. Sie hängt davon ab, ob die freiwerdenden Plätze noch kurzfristig belegt werden können.

Spezialisierung und Zielgruppen in der Reisebranche

Seniorenreisen

Speziell für Senioren gab es lange Zeit lediglich die gängigen Billig-Pauschalreisen in landschaftlich schöne Gebiete des Bundesgebietes z.B. im Grossraum München - Alpenregion. Außer deutscher Folklore wurde dort wenig geboten - der Schwerpunkt lag auf Ruhe und Erholung. Hier haben einige Reiseveranstalter eine definitive Marktlücke entdeckt, indem sie für Senioren konzipierte Wander-, Abenteuer- und Bildungsreisen nach Süd- und Nordeuropa, zum Teil auch in Südafrika, anbieten. Aktivurlaube, bei denen es auch um die Erweiterung des kulturellen Horizonts und das Kennenlernen neuer Menschen in der Gruppe geht, sind von vielen Rentnern, trotz der relativ hohen Reisepreise, mit Begeisterung aufgenommen worden. Auch sollten Sie Schiffsreisen anbieten, da Senioren sich dort auch sehr wohlfühlen! Hier besteht die Möglichkeit Weltreisen zu vermitteln, wo die Provision auf Grund des Gesamtbetrages sehr hoch liegt.

Behindertenreisen

Ein weiterer Bedarf, der wie Experten prognostizieren, an Bedeutung für die Reisebranche gewinnen wird, liegt bei der großen Zahl der Behinderten, deren besondere Bedürfnisse von den Pauschalanbietern bisher kaum berücksichtigt wurden. Bei einer Spezialisierung auf diese Zielgruppe braucht man allerdings viel Erfahrung mit den Möglichkeiten und Bedürfnissen dieser Reisenden. Behinderten freundliche Transport- und Unterbringungsmöglichkeiten zu finden, ist ebenso wichtig wie geschultes Betreuungspersonal, die sich auch in den Reiseregionen befinden sollten. Gruppenreisen mit ideenreichen Aktivitätsangeboten, die auf die Art der Behinderung abgestimmt sind, würden auch den Interessen der Behinderten am ehesten entsprechen.

Familien mit Kindern - Jugendreisen

Obwohl die großen Reiseveranstalter häufig die „Kinderfreundlichkeit" von Ferienorten oder Hotels im Prospekt eigens herausstellen, gibt es in diesem Bereich noch immer Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. den zunehmend beliebten Urlaub auf dem Bauernhof in deutschen Regionen. Auch hier könnten Sie aber mit Angeboten für Gruppenreisen noch viele interessierte Reisekunden ansprechen: In einer Gruppe von Eltern und Kindern haben die Kinder z.B. immer genügend Spielkameraden, während sich die Eltern bei der Betreuung abwechseln und sich somit entsprechend besser erholen können.

Spezielle Reiseziele - Beispiele

Kurzreisen

Eine Spezialisierungsmöglichkeit ergibt sich nicht zuletzt bei Städte- und Kurzreisen, bei denen überall hohe Zuwachsraten gemeldet werden und die dem Bedürfnis entsprechen, zwischendurch für einige Tage oder am Wochenende „mal rauszukommen". Aufgrund der Vielzahl der Anbieter ist dabei jedoch eine konkurrenzfähige Preiskalkulation ausschlaggebend; orientieren Sie sich bei der Planung von Städte- und Kurzreisen an den jeweiligen Interessen Ihrer Zielgruppe.

Osteuropa

Osteuropa erlebt in den letzten Jahren als Reiseziel eine Renaissance. Nicht nur ältere „Heimwehtouristen" , auch viele jüngere Urlauber besuchen die lange schwierig zu bereisenden osteuropäischen Länder. Gute Verbindungen, Sprachwissen und Kenntnisse der Situation in den jeweiligen Ländern sind hier unabdingbare Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg.

Südafrika Reisen - Kapstadt Reiseangebote - Safaris - Touren - Unterkunft

Südafrika wird immer ein erstklassiges Reiseziel bleiben. Wo sonst auf der Welt kann man auf der Welt noch die grossen Wildtiere beobachten. Besonderes Reiseziel ist in Südafrika ohne Zweifel Kapstadt mit seinem Wahrzeichen - den Tafelberg. Hier können Sie Hotels, Gästehäuser, Apartments und Ferienhäuser anbieten. Auch werden in der Zwischenzeit Behindertenreisen nach Südafrika angeboten. So können Rollstuhlfahrer Safaris erleben oder spezielle Touren zur Garden Route in Südafrika unternehmen. Weitere Informationen über Kapstadt und Südafrika finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Reiseverträge

Als Reiseveranstalter schließen Sie normalerweise mit Ihrem Kunden einen Vertrag über die allgemeinen Reisebedingungen ab, den der Kunde mit der Buchung per Unterschrift anerkennt. Der Reisevertrag regelt die Einzelheiten der Anmeldung und Bezahlung, die Konditionen für Umbuchung oder Rücktritt und vor allem die Haftungs- und Leistungspflichten beider Partner.

Es ist beispielsweise die Pflicht des Reiseveranstalters, sein Angebot richtig und vollständig zu beschreiben und diese Leistungen auch so zu erbringen, wie sie im Reiseprospekt beschrieben und damit zugesichert worden sind. D.h. bespielsweise, daß gesondert zu bezahlende Aktivitäten extra ausgewiesen werden oder ein"Zimmer mit Bergblick" tatsächlich einen Blick auf die Berge erlaubt. Reiseveranstalter sind auch verpflichtet, ihre Kunden von sich aus über Einreisebestimmungen der Transit- und Zielländer zu informieren. Weiter sollten Sie Ihre Kunden bei nach Afrika über die Gefahr von Gelbfieber oder Malaria unterrichten! In Südafrika bestehen die Möglichkeiten auch ohne Malariavorsorge Safaris zu unternehmen!

Die Zahl der erfolgreichen Reisereklamationen und Regressansprüche beträgt durchschnittlich 2% der Verkäufe. Der Veranstalter haftet unter Umständen auch für ein Verschulden der Leistungsträger. Mit den am Arrangement beteiligten Leistungsträgern eine Freistellungsvereinbarung für den Störungsfall zu treffen, ist allerdings für Existenzgründer nicht immer einfach. Vor Gericht verlieren Sie auf jeden Fall, den der Verbraucher bekommt fast immer Recht!

Bei der Gestaltung Ihrer allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie die Empfehlungen des Deutschen Reisebüroverbandes zu Rate ziehen. Als Nichtmitglieder erhalten den Vertragsentwurf gegen eine geringe Schutzgebühr übermittelt.

Auch die Reiseverträge der großen Veranstalter bieten eine relativ verlässige Orientierung, sind allerdings publikumsfreundlicher gestaltet als vom Gesetzesgeber vorgeschrieben. Mit den betreffenden Rechtsvorschriften müssen Sie sich selbst vertraut machen. Die Absicherung durch eine Rechtsschutzversicherung wäre zusätzlich sehr empfehlenswert, damit Gerichtskosten abgedeckt werden.

Reiseveranstalter - Werbung

Für den Veranstalter von Reisen spielt eine markt- und zielgruppengerechte Werbung eine außerordentlich grosse Rolle. Vor allem bei der Gestaltung der Reiseprospekte sollten Sie auf keinen Fall sparen und einen erstklassigen Druckereibetrieb benutzen, wenngleich durchaus nicht jede Zielgruppe nur durch Hochglanzpapier und Farbbilder anzusprechen ist. Der Veranstaltungsprospekt muß generell ansprechend und übersichtlich gegliedert sein, soll aber vor allem das Besondere vom Reiseangebot und das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich machen und auf die Interessen der jeweiligen Zielgruppe abgestimmt sein.

Werbung in Zeitungen

Zeitungswerbung sind nahezu unverzichtbar - vor allem in den Regionalzeitungen und Anzeigenblättern. Auch durch gezielte Handzettelwerbung in Ihrer Region oder bei speziellen Kundengruppen, die Sie vor allem ansprechen wollen, können Sie auf Ihre Reiseangebote aufmerksam machen. Stammkunden, die bereits mehrfach mit Ihrem Reiseunternehmen gereist sind, sollten Sie unbedingt in eine Datei aufnehmen und regelmäßig mit Ihren neuesten Reisegeboten bewerben.

Wesentlich ist und bleibt die Mundpropaganda, wo sich die Zufriedenheit der Kunden mit Ihren Leistungen auszahlt. Gerade kleinere Reiseveranstalter mit hohem Spezialisierungsgrad halten Phantasie und Qualität für die beste Werbung. Wer mit Ihnen eine erstklassige Reise gebucht hat und zufrieden aus dem Urlaub kommt, wird Sie weiter empfehlen!

Internetgeschäft in der Touismusbranche - Erstellung von Internetseiten

Lassen Sie sich eine erstklassige Internetseite von einem Designer fertigen. Hier sollten Sie nicht sparen, den Ihre Internetseite ist das Schaufenster Ihrer Firma. Lassen Sie sich ein CMS erstellen, wo Sie oder Ihre Mitarbeiter täglich Änderungen vornehmen können. Wichtig ist auch, das Sie eine suchmaschinenfreundliche Internetseite besitzen. Gerne beraten wir Sie in der Erstellung von einer Internetseite, die Sie alleine bearbeiten können. Bitte schreiben Sie uns an und wir werden Ihnen einen unverbindlichen Kostenvoranschlag übermitteln.

Reiseveranstalter Weiterbildung - Auslandspraktikum

In der Touristikbranche gibt es derzeit bundesweit rund 50 private Institute und Schulen, die Aus- und Weiterbildung für den Fremdenverkehr anbieten. Die Ausbildungsstätten haben unterschiedliche Schwerpunkte und ihre Angebote jeweils unterschiedlichen Umfang. Sie bieten nicht nur die Ausbildung zur Reisefachkraft an, sondern auch Seminare für Reiseleiter, Tour Guides, Animateure, Hostessen etc. Die Adressen der Veranstalter finden Sie im Taschenbuch bei der Touristikpresse. Weiter können Sie ein Auslandspraktikum in Südafrika unternehmen, um damit internationale Erfahrungen zu sammeln. Nebenbei festigen Sie Ihre englischen Sprachkenntnisse, die für Ihren Beruf in der Reisebranche sehr wichtig sind.

Der asr bietet eine Broschüre „Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten in der Touristikbranche" an. Weitere Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten erteilen die zuständigen Industrie- und Handelskammern in Ihrer Heimatregion und die Arbeitsämter.

Fachmessen in der Reisebranche

Wenn Sie Kontakt mit westdeutschen oder ausländischen Reiseunternehmen wünschen, so sollten Sie die ITB - Internationale Tourismusbörse in Berlin besuchen. Hier bieten internationale Reiseveranstalter und Reisebüros Ihre Dienste an.

Südafrika Praktikum Kapstadt Praktikum - Tourismus Praktika in Südafrika

Falls Sie internationale Erfahrungen in der Reisebranche sammeln möchten, so bietet sich ein Praktikum in Kapstadt an. Weitere Informationen über ein Auslandspraktikum erfahren Sie auf folgender Seite: Kapstadt Praktikum

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